Krisenintervention (KI)
Unter Krisenintervention versteht man die kurzfristige Einflussnahme in Folge einer akuten Krise bzw. der Bedrohung durch eine solche Krise. Es geht darum, kritische Entwicklungen aufzuhalten oder zu bewältigen. Es werden Betroffene, Angehörige, Freund:innen oder Augenzeug:innen in den ersten akuten Stunden nach einem außergewöhnlich belastenden Ereignis betreut. Diese Betreuung soll den Betroffenen nicht nur in der aktuellen Situation helfen, sondern auch Folgeerkrankungen (z. B. posttraumatische Belastungsstörungen, Suchterkrankungen oder Depressionen) verringern oder gar vermeiden.
Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen (SvE)
Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen wird immer dann benötigt, wenn Mitarbeiter:innen einer Einsatzorganisation diese nicht mehr selbstständig verarbeiten können. Der Zweck von SvE ist das Vorbeugen eines sog. „Burnout-Syndroms“. Die Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen stellt zudem eine professionelle psychosoziale Hilfestellung für Mitarbeiter:innen (hauptberufliche und ehrenamtliche Sanitäter:innen, Zivildiener, etc.) im Rettungsdienst dar, um akuten Belastungsreaktionen (ABR) oder posttraumatischen Belastungsreaktionen (PTBR) gezielt vorbeugen zu können. Das Angebot richtet sich an Einzelpersonen oder Gruppen, die beruflich bedingt belastende Situationen erlebt haben.